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Mo, 18.01.2021Die enge Verbundenheit bewusst machen

Das erste Plakatmotiv zur bundesweiten Kampagne „#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“, die die enge Verbundenheit zwischen Judentum und Christentum aufzeigen will.

Die Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg und das Bischöflich Münstersche Offizialat Vechta beteiligen sich an der bundesweiten Kampagne „#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“.  Diese ist ein Beitrag zum Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland (www.2021jlid.de) und will die enge Verbundenheit zwischen Judentum und Christentum aufzeigen. 
   
Herzstück dieser Kampagne ist eine dreizehnteilige Plakatserie, die zurzeit an die Kirchengemeinden im Oldenburger Land versandt wird. Die Plakate werden im monatlichen Wechsel bis zum Januar 2022 in den Schaukästen von Kirchengemeinden, an den schwarzen Brettern von Schulen aber auch auf Internetseiten und über soziale Medien veröffentlicht. Mit ihr werden Fragen zur Beziehung von Jüdinnen/ Juden und Christinnen/Christen aufgegriffen. Es geht um Fragen wie: Was feiern Juden und Jüdinnen im Dezember? Wie hängen das Osterfest und Pessach zusammen? Warum beginnt das Jahr 5782 im September?
   
„Das Christentum hat seine Wurzeln im Judentum. Bei vielen kirchlichen Festen wird das deutlich. Jesus und seine Jünger waren Juden“, sagte Dr. Gabriele Lachner, Bischöfliche Beauftragte für die Ökumene und für den interreligiösen Dialog im Offizialatsbezirk Oldenburg. Zudem rege die Kampagne an, die Beziehungen zwischen beiden Religionen im Alltag wahrzunehmen und lenke den Blick auf die aktuell gelebte jüdische Praxis. Das Stichwort „beziehungsweise“ verweist auf die Eigenständigkeit der jeweiligen Traditionen. 
   
„Die Plakatmotive zeigen, wie nah sich Judentum und Christentum in den Grundideen vieler Feste sind. Aber auch wie unterschiedlich die Rituale gefeiert werden. Beide Dimensionen in einem wertschätzenden Miteinander zu entdecken, ist Ziel der Kampagne“, sagte Pfarrer Tom Oliver Brok, Beauftragter der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg für das Arbeitsfeld „Kirche und Judentum“. „Ich würde mir wünschen, dass viele den QR-Codes folgen, im Internet weiterlesen und die Themen in der Gemeinde aufgreifen. So können wir einander besser kennlernen und antisemitischen Äußerungen deutlich entgegentreten“, so Brok weiter.
   
Auf den Internetseiten: www.kirche-oldenburg.de/beziehungsweise und www.offizialat-vechta.de/aktuell/beziehungsweise werden fortlaufend weitere Informationen zu dieser Kampagne bereitgestellt. Ebenso bietet die Homepage www.jüdisch-beziehungsweise-christlich.de darüber hinaus vertiefende Texte und religionspädagogische Materialien an und weist auf begleitende Veranstaltungen hin.
   
An dem Projekt „#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“ beteiligen sich in Niedersachsen alle katholischen Bistümer (Hildesheim, Osnabrück sowie die Katholische Kirche im Oldenburger Land), alle evangelischen Kirchen der Konföderation sowie alle weiteren Kirchen und Gemeinden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Niedersachsen. Die Kampagne wird unterstützt vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden und dem Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Niedersachen.
 


Hinweis zur inhaltlichen Verantwortung

Inhaltlich verantwortlich für die hier angezeigten Meldungen ist die Pressestelle der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg. Bei Hinweisen und Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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